TINEO – Spielerisch sozial-emotionale Kompetenz

Kontakt

Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Abteilung Erziehung und Sozialisation

catherine.gunzenhauser|at|ezw.uni-freiburg.de



TINEO


Spielerisch sozial-emotionale Kompetenz

Developing social-emotional competence in preschool

Kinder erwerben im Kindergartenalter verschiedene Verhaltensweisen, die es ihnen ermöglichen, das eigene emotionale Erleben und den Emotionsausdruck der Situation entsprechend anzupassen und wirksam mit anderen Personen zu interagieren. Kinder entwickeln diese emotionalen und sozialen Fähigkeiten nicht allein, sondern gemeinsam mit ihren Erzieher*innen und Spielpartner*innen. Die Unterstützung der sozial-emotionalen Kompetenz durch Bezugspersonen im Kindergarten trägt zur Schulreife bei und wirkt sich positiv auf den weiteren Bildungserfolg der Kinder aus. Im laufenden Projekt TINEO untersuchen wir, welche Interaktionen mit Erzieher*innen hilfreich für die Entwicklung der sozial-emotionalen Kompetenz sind. Dabei stützen wir uns auf ein theoretisches Modell, das ursprünglich für den Familienkontext entwickelt wurde (Morris et al., 2007) und wenden es auf den Kindergartenkontext an. Außerdem steht im Fokus, inwieweit Kinder je nach ihren Temperamentsmerkmalen – etwa der individuellen Neigung zum häufigen und starken Empfinden positiver oder negativer Emotionen – unterschiedlich auf dieselben Verhaltensweisen von pädagogischen Fachkräften reagieren. Das TINEO-Projekt arbeitet mit standardisierter Beobachtung von videographierten Spielsituationen im Kindergarten. Im Mittelpunkt der Auswertung stehen das individuelle Erleben und Verhalten der einzelnen Kinder im Kontext der Kindergruppe.


Kooperation: Prof. Dr. Henrik Saalbach und Franziska Bednarski, M. A. (Universität Leipzig)

Finanzierung: Eigenmittel sowie PreDoc-Award und Qualifonds der Universität Leipzig

Kontakt: Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Veröffentlichungen

Bednarski, F., Gunzenhauser, C., Streubel, B., Große, G., & Saalbach, H. (2018, October 4–5). Impact of teacher practices on preschooler’s social-emotional development [Poster presentation]. PINA-Conference – Potsdam Research Institute for Early Learning & Educational Action, Potsdam, Germany.

KEeKS – Kindliche Entwicklung von emotionalen Kompetenzen und Sprache

Kontakt

Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Abteilung Erziehung und Sozialisation

catherine.gunzenhauser|at|ezw.uni-freiburg.de



KEeKS


Kindliche Entwicklung von emotionalen Kompetenzen und Sprache

Functions of language skills in children’s development of emotional competence

Im Projekt KEeKs interessieren wir uns für die Zusammenhänge zwischen der Entwicklung emotionaler und sprachlicher Kompetenzen im Kindesalter. Empirische Studien liefern erste Belege dafür, dass Kinder mit gut entwickelten sprachlichen Kompetenzen ihren Emotionsausdruck sowie impulsives Verhalten vergleichsweise effizient regulieren können und seltener unter Verhaltensproblemen leiden. Bisher ist jedoch wenig darüber bekannt, wie diese Zusammenhänge zustande kommen. Ein Erklärungsansatz besteht darin, dass gut entwickelte sprachliche Fähigkeiten es Kindern erleichtern, Interaktionen mit ihren Eltern und Erzieher*innen zum Thema Emotionen nachzuvollziehen und ihr Wissen über Emotionen und Emotionsregulationsstrategien begrifflich besser verankern und abrufen zu können. Zudem fällt es Kindern mit gut entwickelten Sprachfähigkeiten möglicherweise leichter, ihre Bedürfnisse und Gefühle zu kommunizieren und so Probleme erfolgreich zu lösen. In derzeit laufenden Studien des Projekts KEeKS konzentrieren wir uns auf die Frage, ob die Entwicklung emotionsspezifischer Sprachfähigkeiten (Breite und Tiefe des Emotionswortschatzes) bei Kindern im Alter von 4 bis 11 Jahren die Entwicklung weiterer emotionaler Kompetenzen wie Emotionserkennung, Wissen über Emotionsregulationsstrategien sowie die Anwendung kognitiver Emotionsregulationsstrategien unterstützt.


Kooperation: Prof. Dr. Henrik Saalbach und Dr. Berit Streubel (Universität Leipzig), Prof. Dr. Gerlind Grosse (Fachhochschule Potsdam)

Finanzierung: Eigenmittel sowie FlexiE-Fonds der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Universität Leipzig

Kontakt: Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Veröffentlichungen

Grosse, G., Streubel, B., Gunzenhauser, C., & Saalbach, H. (2021). Let’s talk about emotions: The development of children’s emotion vocabulary from 4 to 11 years of age. Affective Science. https://doi.org/10.1007/s42761-021-00040-2

Streubel, B., Gunzenhauser C., Grosse, G., & Saalbach, H. (2020). Emotion-specific vocabulary and its contribution to emotion understanding in 4- to 9-year-old children. Journal of Experimental Child Psychology, 193. https://doi.org/10.1016/j.jecp.2019.104790

Grosse, G., Schulze, C., Streubel., B., Gunzenhauser, C., Svensson, F., Imai, M., Saji., N., & Saalbach, H. (2020, January 8–9). Diving deep: Mechanisms of children’s semantic field acquisition [Poster presentation]. 10. Budapest CEU Conference on Cognitive Development, Budapest, Hungary.

Grosse, G., Streubel., B., Gunzenhauser, C., & Saalbach, H. (2019, September 9–12). Let’s talk about emotions: Breadth and depth of children’s emotion vocabulary [Paper presentation]. 2. gemeinsame Tagung der Fachgruppen für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie (paEpsy) der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Leipzig, Germany.

Streubel, B., Gunzenhauser C., Große, G., & Saalbach, H. (2019, September 9–12). Der Beitrag des passiven und aktiven Emotionsvokabulars zum Wissen über Emotionsregulation bei 4-5jährigen Kindern [Posterpräsentation]. 2. gemeinsame Tagung der Fachgruppen für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie (paEpsy) der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Leipzig, Deutschland.

Streubel, B., Gunzenhauser C., Grosse, G., & Saalbach, H. (2018, September 17–20). Der Beitrag allgemeiner und emotionsspezifischer Sprachfähigkeiten zum Emotionswissen 4-11jähriger Kinder [Vortrag]. 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Frankfurt am Main, Deutschland.

Gunzenhauser, C., & Streubel., B., Grosse, G., & Saalbach, H. (2018, August 29–31). Functions of language in children’s development of emotion regulation. In A. von Suchodoletz (Chair), Emotion knowledge, emotion regulation and development in young children [Invited Symposium]. Conference of the Special Interest Group “Learning and Development in Early Childhood” of the European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI), Berlin, Germany.

Streubel, B., Gunzenhauser C., Grosse, G., & Saalbach, H. (2017, September 11–14). Joy, pride, contentment – Conception and first results of a vignette test to assess children’s emotional vocabulary [Paper presentation]. 1. gemeinsame Tagung der Fachgruppen für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie (paEpsy) der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Münster, Germany.

Gunzenhauser C., Gulewitsch M. D., Streubel, B., Saalbach H., von Suchodoletz, A., & Svaldi, J. (2016, September 18–22). Sprachliche Kompetenzen und Einsatz spezifischer Emotionsregulationsstrategien bei Kindern und Jugendlichen [Vortrag]. 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Leipzig, Deutschland.

ExFunKi – Exekutive Funktionen im Kindergarten

Kontakt

Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Abteilung Erziehung und Sozialisation

catherine.gunzenhauser|at|ezw.uni-freiburg.de



ExFunKi


Exekutive Funktionen im Kindergarten

Executive functioning in preschoolers

Ziel des Projekts ExFunKi ist es, eine computerisierte Testbatterie zur Erfassung von exekutiven Funktionen (EF) im Alter von 3–5 Jahren aus dem amerikanischen zu adaptieren, zu normieren und zu validieren. Testbatterie und Normen sollen frei verfügbar sein. Unter exekutiven Funktionen versteht man Kontrollprozesse, die nötig sind, um sich in neuen, ungewohnten Situationen adaptiv und zielgerichtet zu verhalten. Sie stellen eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung verschiedener Entwicklungsaufgaben im Vorschulalter und Schulalter dar. Defizite in den exekutiven Funktionen können beispielsweise zu ADHS oder schlechten Schulleistungen führen.Die Diagnostik der exekutiven Funktionen im Vorschulalter ist schwierig, da meist Verhaltensbeobachtungen eingesetzt werden, die aufwändig und nicht ausreichend valide sind. Eine Lösung wäre die Entwicklung einer computerisierten Testbatterie zur Erfassung der exekutiven Funktionen im Vorschulalter. Ziel des Projekts ExFunKi ist es, eine solche Batterie aus dem amerikanischen zu adaptieren, zu normieren und zu validieren.


Kontakt: Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Kooperation: Prof. Dr. Monika Daseking, Dr. Julia Kerner auch Körner, Bianca Ulitzka, Henning Schmidt (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Gesamtleitung), Prof. Henrik Saalbach und Susanne Enke, M. Sc. (Universität Leipzig), Prof. Dr. Julia Karbach (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Caterina Gawrilow (Universität Tübingen)

Finanzierung: Eigenmittel


ElKi – Eltern und Kinder meistern die Einschulung

Kontakt

Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Abteilung Erziehung und Sozialisation

catherine.gunzenhauser|at|ezw.uni-freiburg.de



ElKi


Eltern und Kinder meistern die Einschulung

Parents and children master school entry

Die Einschulung ist ein Einschnitt im Leben eines Kindes und seiner Eltern. Mit der Studie ElKi möchten wir Kinder und ihre Familien im Übergang zwischen Kindergarten und Schule begleiten. Dabei möchten wir untersuchen, wie bestimmte Bedingungen zu Hause (z. B. der Umgang mit Gefühlen oder dem Lernen) sich darauf auswirken, wie gut Kinder in der Schule zurechtkommen. Wir möchten herausfinden, unter welchen Umständen Kinder sich in der Schule wohl fühlen, Freunde finden und mit dem Lernstoff zurechtkommen.
Darüber hinaus möchten wir in der zusätzlichen Studie ElKi: TiK (Eltern und Kinder meistern die Einschulung mit dem Elterncoaching Tuning in to kids®) sogenannte gefühlsstarke Kinder untersuchen; also Kinder, die oft starke und schwierige Gefühle haben. Wir möchten herausfinden, ob gefühlsstarke Kinder anders mit der Situation der Einschulung zurechtkommen als Kinder, die schwierige Gefühle seltener erleben. Außerdem interessiert uns, ob der Umgang mit Gefühlen oder dem Lernen zu Hause in Familien mit gefühlsstarken Kindern anders ist als in anderen Familien.

Kontakt: Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser, Katja Berg

Kooperation: Dr. Nantje Otterpohl (Universität Gießen)

Finanzierung: Eigenmittel sowie Sachbeihilfe der Wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg

Interesse an einer Teilnahme?

Hier finden Sie weitere Informationen zum Tuning in to kids®-Elterncoaching

MoBiLe – Der Beitrag sprachlicher und exekutiver Prozesse zur kognitiven und akademischen Leistung bei ein- und zweisprachigen Grundschulkindern

Kontakt

Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Abteilung Erziehung und Sozialisation

catherine.gunzenhauser|at|ezw.uni-freiburg.de



MoBiLe


Der Beitrag sprachlicher und exekutiver Prozesse zur kognitiven und akademischen Leistung bei ein- und zweisprachigen Grundschulkindern.

Im laufenden Projekt MoBiLe untersuchen wir, welche Rolle sprachliche Prozesse und exekutive Funktionen (EF) für die kognitive und schulische Entwicklung im Grundschulalter spielen. EF sind Fähigkeiten, die eine Überwachung der eigenen Gedankengänge ermöglichen – z. B. die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her wechseln zu können. Unser Fokus liegt dabei auf dem Vergleich zwischen ein- und zweisprachigen Kindern (vor allem solchen mit Migrationshintergrund). Zum einen untersuchen wir die kognitiven Prozesse beim Lösen komplexer EF-Aufgaben bei zweisprachig versus einsprachig aufgewachsenen Grundschulkindern: Inwiefern hängen Blickbewegungsmuster mit der Leistung zusammen? Was sind die Unterschiede im Einsatz verbaler Selbstinstruktion bei ein- und zweisprachigen Kindern? Zum anderen beschäftigen wir uns mit der Rolle von EF und sprachlichen Kompetenzen für die schulische Leistung: Können Kinder mit guten EF – unter denen die zweisprachigen Kinder voraussichtlich überrepräsentiert sind – Schwächen in ihren sprachlichen Kompetenzen teilweise kompensieren? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Sprachstatus (ein- vs. zweisprachig), sprachlichen Kompetenzen und EF und was sind ihre Beiträge zu schulischen Leistungen?

Kooperation: Prof. Henrik Saalbach und Susanne Enke, M. Sc. (Universität Leipzig), Prof. Dr. Julia Karbach und Dr. Verena Johann (Universität Koblenz-Landau)

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kontakt: Prof. Dr. Catherine Gunzenhauser

Finanzierung: Eigenmittel und Deutsche Forschungsgemeinschaft

Veröffentlichungen

Enke, S., Gunzenhauser, C., Karbach, J., & Saalbach, H. (2019, September 25–28). Bilingualism and verbal self-regulation: Consequences of language background and task difficulty for primary school students’ planning performance [Poster presentation]. 21st Meeting of the European Society for Cognitive Psychology (ESCoP), Tenerife, Spain.

Enke, S., Gunzenhauser, C., Karbach, J., & Saalbach, H. (2019, September 9–12). Bilingualism, problem solving and mental effort: Identifying cognitive effects of task demands in a planning problem via eye-tracking [Paper presentation]. 2. gemeinsame Tagung der Fachgruppen Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie (paEpsy) der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Leipzig, Germany.

Enke, S., Gunzenhauser, C., Karbach, J., & Saalbach, H. (2019, August 12–16). Bilingualism and verbal self-regulation: A study on underlying processes of the bilingual advantage [Poster presentation]. 18th Biennial Conference of the European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI), Aachen, Germany.

https://doi.org/10.1080/0163853X.2013.855577